Sammlerstücke

Ein Besuch im Jahr 2003 in Little Sparta, dem Garten des schottischen Dichters und Künstlers Ian Hamilton Finlay, wurde zur Inspiration für eine Stoffinnovation: digitale Fotodrucktechniken. Der Moment, in dem Albert Kriemler in seinem Atelier das erste digital bedruckte Kleid sah, war für ihn überraschend und prägend zugleich. Seither sind Digitaldrucke ein fester Bestandteil seiner kreativen Agenda. Und während jedes Motiv den Geist seiner Saison einfängt, werden die Stücke selbst zu Sammlerobjekten – begehrt von den Frauen, die sie über Jahre tragen.

Ian Hamilton Finnlay, Glade

Von Art zu Akris

Der kontinuierliche Dialog mit Kunst und Architektur ist zu einem Markenzeichen von Albert Kriemler – und von Akris – geworden. Der Reiz solcher Kooperationen liegt in der Integration der Werke: Sie werden nicht einfach auf den Stoff übertragen, sondern regen dazu an, Haptik, Schnitt und Erscheinungsbild von Mode neu zu denken. So entsteht etwa durch das Experimentieren mit Materialien und Technologie ein 3D-Effekt auf federleichten Seidenmänteln, der an die Arbeiten von Thomas Ruff erinnert. Nur durch diesen Ansatz kann eine neue Interpretation von Kunst entstehen.

Die Künstlerkollaborationen

In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat Albert Kriemler für seine Kollektionen mit Künstlern und Architekten wie Thomas Ruff, Sou Fujimoto, Carmen Herrera, Rodney Graham, Geta Brătescu, Vivian Maier, Felice Rix-Ueno, Imi Knoebel, Alexander Girard und Reinhard Voigt – sowie vielen weiteren – zusammengearbeitet.